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Primum nil nocere

Themen

“Auch gar nichts zu verschreiben, ist zuweilen eine vortreffliche Medizin” (Hippokrates)


“Primum nil nocere” ist ein Grundsatz, der auf Hippokrates zurückgehen soll und ausdrückt, dass der Arzt in seinem Bemühen, dem Patienten zu helfen, vor allem darauf achten soll, ihm nicht zu schaden.

Wer sich lange genug professionell mit der Schmerztherapie beschäftigt, weiss, dass es gerade in der Behandlung chronischer Schmerzen viele Fallstricke für den Patienten gibt, eine nicht immer nur hilfreiche, sondern auch mitunter schädliche Therapie zu erhalten:

• Es werden Therapiemethoden eingesetzt, die nach den veröffentlichten Leitlinien nicht eingesetzt werden sollten
• Die Schmerzmedikation wird immer weiter gesteigert, ohne dass eine engmaschige Überprüfung der Wirksamkeit erfolgt
• Der Erfolg der Schmerztherapie wird nicht engmaschig mit den hierfür vorgeschriebenen Instrumenten erfasst und dokumentiert
• Es werden dem Patienten sog. IGeL- und Selbstzahler-Leistungen statt einer wissenschaftlich fundierten Medizin angeboten
• Der Patient erhält keine Informationen zu den Schmerzursachen und kann damit kein Krankheitsverständnis erwerben
• Medikamente, Krankengymnastik, Röntgen und Operationen ersetzen nicht das Gespräch mit dem Arzt

Die Schwierigkeit der Medizin liegt also nicht darin, etwas zu machen, sondern das Richtige zu machen und manche Dinge auch gar nicht zu machen.

Daher: Wir tun nicht, was wir können, sondern wir können, was wir tun ...

 


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